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in den toiletten berlins, heute: neue synagoge und centrum judaicum

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dieses wochenende war meine mutter zu besuch und da haben wir natürlich versucht, ein paar schöne und kulturell ansprechende dinge in berlin zu unternehmen. geplant war eigentlich ein besuch im pergamon-museum, welches ohnehin schon einen bemerkenswerten ruf genießt, überdies zurzeit aber mit der babylon-ausstellung noch ein echtes highlight zu bieten hat. dementsprechend sah leider auch der ansturm aus – bei strömendem regen standen unbeeindruckt rund 200 menschen in der schlange vor dem eingang. doch berlin bietet ja bekanntermaßen einfach den nächsten spot an der nächsten ecke – in unserem fall das centrum judaicum und die neue synagoge. diese wurde im zweiten weltkrieg stark beschädigt. nach dem krieg stand das gebäude zwar noch, das hauptschiff wurde im jahre 1958 jedoch aufgrund der einsturzgefahr abgerissen.

wie groß diese gefahr tatsächlich war, ist allerdings ungeklärt und bis heute ist nicht sicher, ob die hauptsynagoge möglicherweise hätte gerettet werden können. nachdem die nutzung lange ungeklärt blieb und sogar ein vollständiger abriss im raum stand, gründete sich 1988 eine initiative zur errichtung des centrum judaicum. dabei wurde beschlossen, die hauptsynagoge nicht wieder zu rekonstruieren. so sollte möglichen interpretationen, auf diese weise die leiden der vergangenheit zu verdrängen, vorgebeugt werden. zwar ist der erhaltene teil bis auf die volle höhe des ehemaligen gebetssaales saniert worden und es wurden sogar die kuppeln in stand gesetzt, im hinteren teil schließt sich jedoch lediglich ein leerer, mit kies gefüllter platz an, die offenen mauerwerksstellen sind zum schutz vor der witterung mit einer glaskonstruktion geschützt.

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