sylvester in dänemark

sylvester in dänemark

ende dezember war es wieder soweit: könig pusche, seine frau königin titschi und ihr gefolge bestiegen die königliche kutsche und reisten zu ihrem landsitz im herzogtum dänemark. dort wollten sie die sylvestertage verbringen, schlemmen und sich an den gaukeleien der hofnärrin erfreuen. doch direkt bei der ankunft der erste schock: jemand hatte das königliche landgut mit senf beschmiert! sofort eilten die knechte und magden zum schloss, um zu gucken, ob zumindest drinnen alles in ordnung sei. in der zwischenzeit hatte königin titschi bereits die ecke vom burgtor angenagt: „da wollte mir ein treuer untertan eine freude machen, ich liebe senf!“ stieß sie freudig heraus. „bist du denn vom wilden affen gebissen!“ ließ sich könig pusche vernehmen, und warf königin titschi einen finsteren blick zu, woraufhin diese sich eiligst zurück zur kutsche begab.


nun wollte auch der könig der sache auf den grund gehen. nachdem seine vasallen den senf entfernt hatten, durchschritt er entschlossenen schrittes das hauptportal, wobei er genau darauf achtete, seinen rock nicht zu beschmutzen, und seine schöße bis über die schnabelschuhe hob, die er letzte woche vom schah von persien zu weihnachten bekommen hatte. doch drinnen sollte sich der schlimme verdacht bestätigen: es war jemand im badezimmer des personals gewesen und hatte auch noch seinen müll dort zurückgelassen: sofort eilte der könig zu seinem eigenen bad und warf einen vorsichtigen blick durch den türspalt: da waren sie, die halunken, und nahmen sofort reißaus, als sie die wutschnaubende miene des königs sahen (daher sind sie auch nur schemenhaft zu erkennen). einzig das bad von mundschenk kamil war ganz und gar unberührt: naja, dachte der könig schmunzelnd, wer möchte dort schon sein geschäft erledigen, und gab kamil einen aufmunternden klaps. mittlerweile hatte der mundschenk bereits des königs lieblingsmahlzeit auf den herd gebracht: nachtigallenzungen in aspik. auch der rest des königlichen gefolges hatte bereits die tafel bevölkert, sodaß kurz darauf ein köstliches mahl den gaumen des königs erfreute. so gesättigt lehnte sich der könig wohlig zurück und klatschte dann laut in die hände. „die hofnärrin herbei, mir ist nach verlustierung!“ sofort eilte hofnärrin romy herbei, sprang lustig auf und ab und zeigte ihre neuesten clownereien: derart erheitert machte sich der könig noch zu einem abendspaziergang am strande auf, „das wird meinen trägern gut tun!“, darunter der barbar kai, der sowieso schnell unruhig wurde, wenn er nicht regelmäßig etwas zu tun bekam wie einen botenlauf zum vatikan oder einen kleinen wald zum abholzen. so kamen sie denn gerade rechtzeitig zum sonnenuntergang: doch wie jedes jahr verging auch dieses mal wieder schnell die zeit und schon bald stand der könig wieder vor seiner kutsche, um die heimreise anzutreten. diese hatte bereits jemand mit neujahrsgrüßen verziert, um dem könig eine freude zu machen. doch dabei war einiges durcheinandergekommen: „schaut euch das an,“ dachte der könig, „ich hätte meinem volk wohl doch eine schule bauen sollen!“.

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