britische isps verbünden sich mit der musikindustrie

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beunruhigende signale kommen zurzeit aus england: sechs der größten internetprovider auf der britischen insel haben heute eine allianz mit führenden vertretern aus der medienindustrie geschlossen und werden in zukunft ihre netze auf urheberrechtsverletzungen überwachen. der schritt erfolgte auf druck der britischen regierung. zu den teilnehmenden firmen gehören bt, virgin, orange, tiscali, bskyb und carphone warehouse auf seiten der internetprovider sowie der verband der britischen musikindustrie (bpi), der verband der us-filmindustrie (mpaa) und das britische superministerium für wirtschaft, arbeit, energie und verbraucherschutz (berr) auf seiten der medienindustrie. die isps verpflichten sich damit, aktiv am kampf gegen illegales filesharing teilzunehmen. überwacht werden die maßnahmen und das verhalten der isps durch die regulierungsbehörde ofcom. in der praxis sollen die isps die daten von kunden ermitteln, deren ip-adressen die bpi bei der überwachung der tauschbörsen ermittelt hat und ihnen schriftliche verwarnungen zuschicken. die von der musikindustrie geforderte zwangsabschaltung von internetzugängen wird es zunächst nicht geben. nach dieser empfindlichen niederlage für die verbraucher wird nun die praxis der bpi im mittelpunkt stehen. sowohl die methoden der überwachung als auch deren kraft als gerichtliches beweismittel dürften noch einige gerichte beschäftigen.

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